Presse - Das Karussell

  • Artikel - "Saarbrücker Zeitung - Kultur Regional" / 11. Dezember 2007" (PDF-Datei - klicken zum Lesen)

 

  • Artikel - "VIPs" / Januar 2007" (PDF-Datei - klicken zum Lesen)

 

  • Artikel - "Es Heftche" / Januar 2007"

Premiere für das Karussell des Lebens
Hohes Tanzniveau bei neuem Musical hervorgehoben

Ganz zufrieden schien Susanne Sprung nach der Premiere ihres neuen Musicals "Das Karussell". Die Erstaufführung im Schlosstheater Ottweiler war fast ausverkauft und viele gratulierten ihr nach der Vorführung zum gelungenen Abend.

Der Geruch eines erfrischenden zitronenartigen Duftöls, durch flatternde, von jungen Schauspielerinnen auf und ab bewegten Tüchern hervorgerufen am Ende und in der Mitte des Saales, und eine sanfte Stimme lädt ein, sich zu entspannen und den Abend zu genießen – so begann der erste Akt der philosophischen Reise ins eigene Ich.

"Gibt es ein spezielles Verhältnis zwischen Körper und Seele?" oder "Kann man die Seele anfassen und sehen?" Fragen nach dem Sinn des Lebens, Geburt – Leben – Tod. Mit diesen Themen hat sich die Produzentin, Autorin, Choreographin, Komponistin und Mitspielende wie singende Susanne Sprung gemeinsam mit ihrem Stab aus Helfern und Mitwirkenden befasst und alles in ihr musisches Karussell gepackt.

Im Wechsel von anmutigen, gefühlvollen Tanzszenen, Schauspiel und Gesang, sowie eingespielten Interviews auf einer Videoleinwand zieht sich der rote Faden um die Frage unseres Daseins durch das Stück. Dabei unterstützen die Musiker Silke Czimek (Piano/ Akkordeon), Helmut Sutter (Violine), Bettina Welker (Gesang) und Roland Gebhardt (Musik Abspann) und die schlichte aber beeindruckende und effektvoll aber nicht übertrieben eingesetzte Bühnentechnik.

Den Handlungsrahmen bildet der wiederkehrende Dialog einer Marketenderin mit einem Mädchen, das sich Gedanken über die Seele macht. Ähnliche Fragen finden sich in den Videoeinspielungen der Interviews, die Susanne Sprung im Vorfeld über einen längeren Zeitraum mit verschiedenen Personen geführt hat. Dadurch lässt sie auch andere Vorstellungen innerhalb dieses Rahmens zu. Denn jeder bringt seine eigenen Vorstellungen mit und baut sich ein für sich stimmiges Bild unseres Daseins zusammen. Auf die Frage, warum sie sich für die Rolle der Marketenderin entschieden hat, antwortet die Autorin: "Die Marketenderin stellt einen direkten Bezug zu meinen Vorfahren dar, und so fühlte ich mich in der Rolle auch ganz zu Hause. Auf jeden Fall handelt es sich um ein zeitloses Stück, weil der Sinn des Lebens und woher wir kommen und wohin wir gehen die Menschen schon immer beschäftigt hat und auch immer beschäftigen wird."

Der Abspann gewährt dem Zuschauer die sonst nicht sichtbaren Einblicke in die Probenarbeiten zum Musical, die offensichtlich fast so spannend waren wie das Ergebnis. Auch einige eigene Ideen der mitwirkenden Künstler sind nach Aussage der Produzentin mit in die Rollen eingeflossen. Ihr habe es geholfen, ihr eigenes Bild für sich zu finden, sagt Susanne Sprung und diese neu gefundene Leichtigkeit wollte sie mit der Realisierung dieses Projektes gerne weitergeben. Zufrieden äußerte sie sich nach der Premiere: „Ein Mann sagte mir das größte Kompliment, dass er mir machen konnte: Wann gibt es die Karten für die nächste Aufführung? Ein achtjähriger Junge hat mich um ein Autogramm gebeten. Oh, war das süß. Gelobt wurden besonders meine Stimme sowie Lieder und Texte, das Körper-Seelen-Paar, Kira Sprung und Gabi Monzel, sowie Dominique Spies, die mit mir gespielt hat, überhaupt die Kinder. Auch der Tanz mit dem Licht. Es gab aber auch einige wenige Leute, die regelrecht Angst vor dem Thema hatten und dem, was da noch auf sie zukommt. Die waren so berührt, dass sie das nicht aushalten konnten. Das kann ich aber akzeptieren, obwohl ich finde, dass man das Stück auch ohne Beachtung der Sinnhaltigkeit einfach als schöne Kunst betrachten und genießen kann. Das Tanzniveau wurde von allen hervorgehoben. Also durchaus ein Stück für Jedermann, das auf leisen Sohlen daher kommt und ohne viel Tamtam trotzdem was her macht. Man kann es nicht mit Phönix und Phönice vergleichen, das durch die Masse an Darstellern schon eine ganz andere Wirkung hatte. Das Karussell ist sozusagen Kunst unter dem Mikroskop, ruhig, fein, klar und leise. So empfinde ich es.

Mit welchem Bewusstsein wir unser Leben führen, bestimmt doch sehr unsere Lebensqualität. Es wird wohl kaum jemanden geben, der dazu keinen direkten Bezug hat. Mir war die Art und Weise der Darstellung dabei sehr wichtig. Ich wollte auf jeden Fall gut unterhalten und meine Recherchen der letzten drei Jahre zu diesem Thema schenken, weil es mir persönlich viel gebracht hat. Ich liebe dieses Stück und bin glücklich darüber was dabei herausgekommen ist. Ich bin so stolz auf alle Mitwirkenden, von den Requisitenhelfern über Kostüme bis hin zu den Darstellern."

Weiter geht es auf jeden Fall am 10. März 2007 in Saarbrücken im Festsaal im Schloss um 20.00 Uhr und am 11. März auch im Saarbrücker Schloss um 15.00 Uhr. Weitere Termine werden bekannt gegeben.

 

< zurück